Geschichtliches


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Chronik/ Festschrift

Förderverein Freibad Neheim e.V.

in Zusammenarbeit mit dem Heimatbund Neheim-Jüsten e.V. erstellt:

An Möhne, Röhr und Ruhr Nr. 20

Heimatblätter des Heimatbundes Neheim-Hüsten e.V.

[Die ganze Festschrift als PDF-nachzulesen hier(O)]


Geschichte ab 1889 - Das erst öffentliche Schwimmbad

1. Plan des Antragstellers
1. Plan des Antragstellers

Der erste Plan eines öffentlichen Schwimmbades sah die zu errichtende Badeanstalt noch am Ruhr-Möhne-Eck vor. Der Eisen- und Holzhändler Kempenich baute dann aber doch an der Ruhr, wohl auch wegen der damals noch besseren Wasserqualität. In die Möhne wurden allerlei Säuren, Beizen und Abfälle der ansässigen Industrie eingeleitet, was aber später auch in der Ruhr passierte. Man begann die Notwendigkeit der Körperhygiene im Sinne der "Volksgesundheit" zu propagieren, und welche Stadt auf der Höhe der Zeit sein wollte, kümmerte sich darum.

Der Rat war froh um Kempenichs Engagement.

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Abrahm Kempenich eröffnet die erst Sommerbadeanstalt in

Neheim an der Ruhr

In der Zwischenzeit meldete sich bereit ein weiterer Bewerber mit einem anderen Vorschlag zu Wort. Wegen des sehr interessanten Inhalts dieses und zahlreicher andrer Briefe zu diesem Thema sowie auf Anregungen vieler Heimatfreunde werden wir, soweit es die jeweiligen Ausgabe ermöglichet, diesen und weitere Briefe in „Kursivschrift“ und im vollen Wortlaut wiedergegeben. An den löbl. Magistrat, Hier, 20.6.1885 „Es war seitens einer Anzahl Anwohner hiesiger Stadt beabsichtigt, eine Badeanstalt hierselbst zu errichten.

 

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Diese erste Anstalt in privater Trägerschaft bestand ab 1885, brachte aber offensichtlich nicht den erhofften finanziellen Erfolg. Kempenich beschwerte sich beim Magistrat, dass trotz Badeverbotes in Ruhr und Möhne die Schuljugend wild badete und die Anstalt mied, und bat um städtische Zuschüsse. Die Anstalt wurde dann aber doch geschlossen, vielleicht wegen Hochwasser-Schäden; dies ist in den Archiven nicht belegt. Sicher ist, dass es vom 24. auf den 25. November 1890 zu einer Jahrhundertflut im Ruhr- und Röhrtal kam, von dem sicherlich die Badeanstalt am Mühlengraben betroffen war.

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Bürgerinitiative

Im Mai 1889 richten 16 Bürger, darunter erstaunlicherweise auch Abraham Kempenich, einen Antrag auf Bau einer städtischen Badeanstalt an den Magistrat. Ab 1901 wurden die Arbeiten ausgeschrieben Aber auch dieses Bad, wiederum am Mühlengraben gelegen, erwies sich als zu hochwassergefährdet und wurde am 1. Februar 1916 wieder abgerissen.


In die Bresche sprang dann kurzzeitig der Kneipp-Verein, der Baderäume für Männlein und Weiblein zur Verfügung stellte (Herren durften täglich von 15-21 Uhr, Damen an drei Tagen von 15-17 Uhr baden).


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