Geschichtlich ab 1901


Neubau der städtischen Sommer-Badeanstalt am Mühlengraben 1901

Welche Gründe auch immer vorgelegen haben mögen, in der Tat macht man sich 1889/1900 ernsthafte Gedanken, eine neue, noch bessere und größere Badeanstalt zu errichten. Begründungen warum die nun seit 10 Jahren bestehende Badeanstalt am Mühlengraben nicht mehr genutzt werden kann, sind aus den vorliegenden Aktenunterlagen nicht zu ersehen. Sicherlich werden die jährlichen Hochwasser der Möhne und Ruhr erhebliche Sorgen und Kosten bereitet haben. Heute noch kaum vorstellbare Hochwasserkatastrophen (außer der Möhnekatastrophe 1943) hat es zu früheren Zeiten im Möhne- und Ruhrtal fast alljährlich immer wieder gegeben.

 

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Baden ist Luxus

Am 16.9.1902 legte der Stadtbaumeister Schweitzer folgenden Bericht vor. „Dem Magistrat lege ich in der Anlage eine Zusammenstellung der Einnahmen und Ausgaben für die Badeanstalt während der diesjährigen Badesaison vor. Das finanzielle Ergebnis ist als ein gutes nicht zu bezeichnen. Die Einnahmen sind den Ausgaben überschritten. Der als vorhandenen aufgeführte Bestand von 30,26 Mark ist nur ein nomineller, da die Stadtkasse den Lohn des Badewärters für den Monat August aus den Mitteln des Etats zahlte, sonach also ein minus vorhanden ist. Die Schuld ist für dieses Ergebnis der schlechten Witterung zu zuschreiben. Die hiesige Bevölkerung, welche eines mittleren Standes fast ganz entbehrt und zum größten Theil aus Arbeiterbevölkerung besteht, gibt für Badezwecke nicht gern Geld aus, da das Baden in den Augen ein Luxus ist.

 

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Möhnehochwasser verursacht Schäden

Fünf Jahre zogen ins Land, dass nun die städt. Badeanstalt am Mühlengraben zur Verfügung stand. Doch es gab immer etwas zu beklagen, so das jährliche Möhnehochwasser (Möhnetalsperre 1910/1913). Auch ein Einlaufgitter konnte nicht verhindern, dass Unrat mit in die Badeanstalt gespült wurde. Trotze aller Sicherheitsvorkehrungen und Badeaufsicht wird das Baden in der Badeanstalt nicht ungefährlich. Es war üblich so auch heute, dass die Stadt sich gegen solchen Schäden versicherte. Eine Kopie eines Versicherungsantrag belegte, dass aus irgendeinem Grund, acht Jahre nach Inbetriebnahme, diese erhöht werden musste.

 

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Die nach folgenden Fotos verdanken wir Heinz Diehl, der in den Kriegszeiten als 17 jähriger Schwimmmeister ins Neheimer Freibad kam.

 

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